3. Internationaler Tag der Provenienzforschung 2021

Herkunft erforschen in Museen, Bibliotheken und Archiven - Am 14. April 2021 findet zum dritten Mal der Internationale Tag der Provenienzforschung statt. Etwa 80 Kultureinrichtungen in Deutschland, Großbritannien, Österreich, der Schweiz und den USA haben ihre Teilnahme angemeldet (Stand: 6. April 2021).

Breites digitales Veranstaltungsprogramm

Durch die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie sind aktuell zahlreiche Museen, Bibliotheken, Archive und Hochschulen weltweit vorübergehend geschlossen, weshalb der Tag der Provenienzforschung auch in diesem Jahr in erster Linie wieder online stattfinden wird. Erfreulicherweise haben viele der Teilnehmer*innen wie bereits im vergangenen Jahr kreative Wege gefunden, um diesen wichtigen Tag digital mit uns zu begehen. Das breite digitale Veranstaltungsprogramm mit über 80 Einzelaktionen widmet sich schwerpunktmäßig Themen aus den Bereichen NS-verfolgungsbedingter Entzug (49), der Sammlungsgeschichte (39) und dem Kulturgut aus kolonialen Kontexten (28). Neben bereits etablierten virtuellen Veranstaltungsformaten wie Social-Media-Beiträgen, Online-Ausstellungen, -Führungen und -Vorträge bzw. -Tagungen werden erstmals auch neue interaktive Veranstaltungs- und Präsentationsformen (z.B. Online-Quiz, Telefonsprechstunde, Außenvitrinen) angeboten.

Alle Informationen online

Informationen zu sämtlichen Aktionen am Tag der Provenienzforschung finden sich auf der Webseite des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V.: https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/veranstaltungen/.
Eine kurze Übersicht mit allen teilnehmenden Institutionen, die sich bis zum 6. April 2021 angemeldet haben, ist unter https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/tag-der-provenienzforschung/ abrufbar. Bei Fragen in Bezug auf das individuelle Programm einzelner Teilnehmer*innen wenden Sie sich bitte direkt an die betreffende Institution.

Jährlicher Aktionstag

Der Aktionstag findet einmal jährlich am zweiten Mittwoch im April statt. Er ist für den Arbeitskreis deshalb von großer Bedeutung, da er nicht nur die gesellschaftliche und wissenschaftliche Relevanz unserer Arbeit aufzeigt und einem breiten Publikum Einblicke in Methoden des Forschungsbereichs vermittelt, sondern weil er auch auf die prekäre Beschäftigungssituation der Provenienzforscher*innen aufmerksam macht, die noch immer überwiegend mit befristeten Verträgen mit Laufzeiten von ein bis maximal drei Jahren beschäftigt sind. Unter den aktuellen Umständen verschärft sich diese Situation noch einmal erheblich.

Arbeitskreis Provenienzforschung

Der Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. ist ein seit 2000 bestehendes internationales Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Expert*innen, die sich mit der Erforschung der Herkunft bzw. des unrechtmäßigen Entzugs von Kulturgütern beschäftigen. Seit 2014 ist der Arbeitskreis als eingetragener Verein organisiert. Zu den zentralen Aufgaben gehören die fachliche Unterstützung der Provenienzforschung in allen ihren Tätigkeitsfeldern und die Förderung des interdisziplinären Austausches. Inzwischen hat der Arbeitskreis über 380 Mitglieder aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA: https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/.
Der Aktionstag wird durch die Arbeitsgruppe Tag der Provenienzforschung koordiniert:
https://www.arbeitskreis-provenienzforschung.org/arbeitsgruppen/ag-tag-der-provenienzforschung/

Ihr Kontakt für Rückfragen:

tag-der-provenienzforschung@arbeitskreis-provenienzforschung.org

Kontakt für Pressevertreter
Provenienzforscherin: Miriam Olivia Merz
Telefon: +49 611 335 22 75
E-Mail: Miriam.Merz@museum-wiesbaden.de

Zentrale Stelle für Provenienzforschung Hessen
Friedrich-Ebert-Allee 2
65185 Wiesbaden

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