Jugendstil und Provenienzforschung - die Ausstattung der Villa Kahn in Mannheim

Veranstaltung zum achten Tag der Provenienzforschung am 8. April 2026

Kirchenfenster-Gemälde
Hans Christiansen, Bleiglasfenster für das Speisezimmer der Villa Kahn in Mannheim (1899), 156 x 148 cm, HLMD

Anlässlich des achten internationalen Tages der Provenienzforschung haben sich drei Institutionen erstmals zu einer gemeinsamen Präsentation zusammengeschlossen: Die Provenienzforschenden des Badischen Landesmuseums Karlsruhe, des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt und des Hessischen Landesmuseums Darmstadt berichten von Ihren Forschungen zur Ausstattung der Villa Kahn in Mannheim. Ihr Bauherr war der Jurist Dr. Richard Kahn, der das bekannte Berliner Architektenbüro Kayser & von Großheim mit der Planung beauftragt hatte. Die bedeutende Jugendstil-Innenausstattung der um 1900 errichteten Villa wurde 1934 auf einer Auktion zerstreut, das Haus selbst 1936 abgerissen. Richard Kahn, nach seiner zweiten Heirat Richard Kahn-Starré, wurde ab 1933 als Jude verfolgt. Bis heute sind die genauen Umstände, unter denen die Familie Kahn-Starré das Haus aufgegeben hat, nicht vollständig geklärt.

Über die Veranstaltung

Museum Künstlerkolonie

Mittwoch, 8. April 2026, 16:30-17:30h

Eintritt: kostenfrei

Maximale Teilnehmendenzahl: 50 Personen

Sprache: Deutsch

Weitere Informationen zur VeranstaltungÖffnet sich in einem neuen Fenster

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